Dieben und Räubern zuſammen. Die geſtohlenen Waren kommen zu den Juden und die verkaufen ſie wieder. Dabei verdienen ſie viel Geld.“

„Und wenn ſie durch ihre Gaunereien reich geworden ſind, was tun ſie dann?“ fragt wieder der Fritz.

Karl antwortet:

„Wenn ſie genug Geld haben, dann ziehen ſie ihre ſchmutzigen Fetzen aus, ſchneiden ihre Bärte ab, laſſen ſich entlauſen, kleiden ſich mit modernen Anzügen und ſteigen her⸗ um, als ob ſie Nichtjuden wären. In Deutſchland reden ſie die deutſche Sprache und tun, als ob ſie Deutſche wären. In Frankreich reden ſie franzöſiſch und behaupten, Franzoſen zu ſein. In Italien wollen ſie Italiener ſein, in Holland Holländer, in Ame⸗ rika Amerikaner und ſo weiter. So treiben ſie es in der ganzen Welt.“

Nun muß Fritz lachen.

„Aber hör mal, Karl, das hilft ihnen doch nichts. Ihre verbogenen Judennaſen, ihre Judenohren, ihre krummen Judenbeine und ihre Judenplattfüße können ſie nicht ab⸗ ſchneiden laſſen. Alſo kennt man ſie doch gleich als Juden!“

Karl nickt.

„Natürlich kennt man ſie, wenn man die Augen richtig aufmacht. Leider gibt es aber viele Leute, die fallen auf den Judenſchwindel immer noch herein.“

„Aber ich nicht!“ ruft Fritz, „ich kenne die Juden! Und ich weiß auch einen feinen Spruch:

Vom Oſten kamen ſie einſt her, Verſchmutzt, verlauſt, den Beutel leer.

Doch ſchon nach wenig Jahren Sie reich geworden waren.

Heut kleiden ſie ſich hochfein ein, Sie wollen nicht mehr Juden ſein. Drum Augen auf und merkt euch gut:

Ein Jude bleibt ein Jud!“