Ohne Löſung der Judenfrage keine Erloͤſung der Menſchheit

Die Pimpfe des Jungvolks ſind ſtolz auf ihre ſchwarze Uniform. „Wir ſind die richtigen Hitler⸗Männer!“ So ſagen die Pimpfe. Wenn auch das mit den „Männern“ nicht ganz ſtimmt, in einem haben ſie doch recht: die Pimpfe ſind dem Führer treu auf Leben und Tod. Die Pimpfe ſind manchmal auch ein bißchen vorlaut. Wenn ſie zum Beiſpiel einen Hitlerjungen ſehen, dann ſagen ſie: „Ach was, der iſt ja ſchon viel zu alt!“ So ſagen die Pimpfe. Aber das iſt natürlich keineswegs bös gemeint. Nein! Im Gegenteil! Wenn es drauf ankommt, dann halten die Pimpfe und Hitlerjungen zuſammen wie Stahl und Eiſen. Ein Beiſpiel! Die Pimpfe Konrad und Anton ſind die beſten Freunde des Hitlerjungen Erich. Und das hat auch ſeinen Grund. Der Hitlerjunge Erich hat nämlich ſchon viel in ſeinem Leben geſehen. Schon zweimal war er beim Reichsparteitag in Nürnberg. Ein⸗ mal war er auch in der Hauptſtadt der Bewegung, in München. Und er kann ſo ſchön von ſeinen Erlebniſſen erzählen! Die beiden Pimpfe hören ihm gerne zu und freuen ſich jedesmal, wenn der Erich zu ihnen kommt.

Auch heute ſind die drei wieder beiſammen und gehen miteinander durch die Straßen der Stadt. Der Hitlerjunge Erich erzählt. Geſpannt hören die Pimpfe zu.

„Paßt auf, Kameraden! Ich war voriges Jahr am 9. November in München. Und ich konnte den denkwürdigen Marſch der alten Kämpfer zu Ehren der Gefallenen an der Feldherrnhalle miterleben. Es war ergreifend. Inmitten ſeiner Getreuen marſchierte der Führer. Sein Geſicht war ganz ernſt. Er dachte an ſeine Kameraden, die damals ihre Treue mit dem Blute beſiegelt hatten. Neben dem Führer marſchierte General— feldmarſchall Hermann Göring, der damals an der Feldherrnhalle ſchwer verwundet worden war. Und weiter ſah ich die Reichsminiſter Dr. Goebbels, Frick, Ruſt, ſah die Reichsleiter Roſenberg, Amann, Schwarz, unſeren Reichsjugendführer Schirach und viele andere alte Kämpfer. Vor dem Führer wurde die Blutfahne getragen, die damals am 9. November 1923 ihre Weihe erhalten hatte. Und vor der Blutfahne marſchierte ein Mann, der 1923 auch ganz vorne mit dabei war: Julius Streicher.“

„Ja, den kennen wir alle!“ ruft der Pimpf Konrad, „ der iſt ein Feind der Juden. Und deswegen haſſen ihn die Juden.“