Gnade vnd Friede im HErrn Lie⸗ ber Herr vnd Guter Freund / Ich habe eine Schrifft empfangen / darinnen ein Jüde mit einem Chriſten geſprech hat / der ſich vnterſtehet die ſprüche der Schrifft (So wir führen fur vnſern Glauben / von vnſerm HErrn Chriſto vnd Maria ſeiner mutter) zu⸗ verkeren / vnd weit anders zudeuten / Damit er meinet vnſers glaubens Grund vmbzuſtoſſen.
Darauff gebe ich euch vnd jm / dieſe ant⸗ wort. Es iſt mein furhaben nicht / das ich wol⸗ le mit den Jüden zancken oder von jnen lernen / wie ſie die Schrifft deuten oder verſtehen / Ich weis das alles vorhin wol. Viel weniger gehe ich damit vmb / das ich die Jüden bekeren wol⸗ le / Denn das iſt vmmüglich / Vnd die zween treffliche Menner / Lyra vnd Burgenſis / haben vns fur hundert vnd fur zwey hundert jaren / neben andern mehr / der Jüden vnfletigs deu⸗ ten / trewlich beſchrieben / vnd fur war ſtatlich verlegt / Noch hilffts bey den Jüden nichts vber⸗ all / Vnd ſind jmer fur vnd fur erger worden.
[printed signature: A ij]
Auch