rhuͤmen / wie es ſo Eddel / Doch / Reich fur andern Menſchen ſey / Das iſt eine teufeliſche Hoffart / So doch fur jm alle geburt / nach dem Fleiſch gar zu gleich verdampt iſt / im ge⸗ nanten ſpruch / Wo ſein Bund vnd Wort auffs new / nicht zu huͤlff kompt / vnd ein new ander Geburt machet / vnd damit von der alten er⸗ ſten Geburt ſcheidet. Wenn nu die Juͤden in jrem Gebet fur Gott / daher ſich rhuͤmen vnd prangen / das ſie der heiligen Veter edles Blut / Stam vnd Kinder ſind / Darumb er ſie ſolle an ſehen / vnd jnen gnedig ſein / Die Heiden aber als die Vnedlen / vnd nicht von jrem Gebluͤt / ver damnen. Lieber was wird ſolch Gebet wol er⸗ langen? Das wirds erlangen / Wenn die Juͤ⸗ den ſo heilig weren / als jre Veter / Abraham / Iſaac / Jacob ſelbs / Ja wenn ſie Engel im Hi⸗ mel weren / Muͤſten ſie vmb ſolchs Gebets wil⸗ len in abgrund der Hellen geſtuͤrtzt werden / ſchweige denn das ſie damit ſolten aus jrem Elende erloͤſet / widerumb gen Jeruſalem / bracht werden.
Denn was thut ſolch teufliſch hoffer⸗ tig Gebet anders / denn das es Gott in ſeinem Wort luͤgenſtrafft / Da er ſpricht / Was geborn vnd nicht beſchnitten wird / das ſol nicht al⸗ lein / Vnedel vnd vnwerd / Sondern auch ver⸗ dampt vnd nicht meins Volcks ſein / Vnd 5