dadurch wir Gottes warheit / in Luͤgen verke⸗ ret / vnd das rechte talb Aaron angebettet ha⸗ ben / Darumb vns Gott auch vber geben / in al⸗ lerley ſchreckliche blintheit vnd vnzelige falſche lere / Dazu auch den Mahmet vnd Babſt / ſampt allen Teufeln laſſen vber vns komen

Eben ſo iſts mit dem Volck Iſrael auch gangen / jmer haben ſie die Beſchneittung als ein opus operatum/eigen werck / vom wort Got tes geſondert / vnd alle Propheten / durch wel⸗ che / Gott mit jnen wolt (lauts der eingeſetzten Beſchneittung) reden / verfolget. Vnd doch jmer ſtoͤltziglich ſich Gottes Volck / der Be⸗ ſehneittung halben / gerhuͤmet. Alſo ſtoſſen ſie ſich an einander / Gott wil / Sie ſollen jn hoͤren / vnd die Beſchneittung recht vnd gantz halten. Das wollen ſie nicht thun / Sondern / Sie wol len / Gott ſolle jr werck der Beſchneittung / das iſt / die halbe Beſchneittung (ja die huͤlſen von der Beſchneittung ) anſehen / Das wil er auch nicht thun / So komen ſie je lenger jr weiter von einander / Vnd iſt vmmuͤglich / ſie zu vereinigen oder zu verſuͤnen.

Nu wer wil hie Gott vnrecht geben? Sa⸗ ge du / Wer du biſt / der vernunfft hat / Obs Gott gebuͤren wil / das er die werck an ſehe /

dere / ſo ſein Wort nicht hoͤren wollen / Oder ob F i; er die