Kom nu her / Eſaia / Jeremia vnd alle Propheten / vnd wer da wil / ſey keck / vnd ſage / das ſolch eddel Volck / mit welchem Gott ſelbs redet / Ja welchs er jm ſelbs durchs Geſetze zur Ehe nimpt / vnd ſich / wie mit einer Braut / ver⸗ bindet / das es nicht ſolt Gottes Volck ſein. Ich meine / Er ſolt anlauffen vnd Rham fa⸗ hen / Mit zenen (wo ſie kein ander woffen het⸗ ten) wuͤrden ſie jn auff ſtuͤcken zureiſſen vnd zu bei ſſen / das er jnen wolt ſolchen Rhum / Cob vnd Ehre nemen. Es iſt nicht zu ſagen noch zu begreiffen / welch ein ſtorriger / vngezemeter / verzweivelter Hohmut in dem Volck ſteckt / durch dieſes vorteil in jnen erwachſen / das Gott ſelbs mit jnen gered hat / Kein Prophet hat dafur koͤnnen auffkomen / noch beſtehen wider ſie / Moſes ſelber nicht. Denn Num. xvj. fieng an Rorah / vnd gab fur / Sie weren alle Heilig Gottes Volck / warumb Moſes allein wolte regiren vnd leren. Sint derſelbigen zeit / ſind ſie gem einiglich eitel RKorahiten geweſt / gar wenig rechte Iſraeliten. Denn gleich wie Korah Moſen verfolget / Alſd haben ſie noch nie keinen Propheten lebendig oder vnuerfolgt alle ſchweige / das ſie ſolten jm gehorchet

aben.

Vnd hat ſich funden / das ſie eine beſch⸗ miſſene Braut / Ja eine verzweinelte Hure vnd G ij boͤſer