Wol iſts fein / Wo eine jungfraw oder Weib from iſt / das ſie ehrlich vnd reinlich ge⸗ kleidet vnd gezieret ſey / vnd euſſerlich fein zuͤch tig geberdet. Aber wo ſie eine Hure iſt / ſo ſtuͤn⸗ den die Kleider / Schmuck / Krantz vnd geſch⸗ meide / viel ehrlicher an einer Saw / die im kot liege / wie Salomo ſpricht / Ein guͤlden Borte auff der Saw naſen / iſt ein ſchoͤne toͤrichte Frawe das iſt eine Hure) Drumb iſt derdchum von euſſerlichen geſetzen Moſi / auſſer dem ge⸗ horſam der zehen Gebot / wol ſchweigens werd / Ja er macht ſie ſiebenfeltig vnwirdiger Gottes Volck zu ſein / denn die Heiden ſind / Denn die euſſerlichen Geſetze ſind nicht dar⸗ umb gegeben / das ſie ſolten ein Volck Gottes machen / Sondern Gottes Volck euſſerlich zie⸗ ren vnd ſchmuͤcken. Gleich wie die Zehen ge⸗ bot nicht darumb gegeben ſind / das man ſich dauon ſolt rhuͤmen / vnd druͤber ſtoltziglich alle welt verachten / als weren ſie darumb heilig vnd Gottes Volck / Sondern darumb ſind ſie gegeben / Das man ſie halten vnd Gotte darin gehorſam ſein ſolle / Wie Moſe vnd alle Pro⸗ pheten / ſolchs auffs hefftigſt treiben. Nicht ſol ſich der rhuͤmen der ſie hat ( wie geſagt iſt von Teufeln vnd boͤſen Leuten) ſondern der ſol ſich rhuͤmen / der ſie hellt. Wer ſie aber hat vnd nicht helt / ſol ſich ſchemen vnd erſchrecken / als der gewislich dadurch verdampt wird.
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