As ſey gnug von dem falſchen Rhum Vvnd Hohmut der Juͤden / da ſie mit eitel CLuͤgen Gott wollen bewegen / das er ſie

ſolle fur ſein Volck halten. Nu wollen wir von dem Heubtſtuͤck reden / da ſie Gotte vmb den Meſſia bitten. Die ſind ſie erſt / die rechten Heiligen vnd frome Kinder / Die wollen ſie warlich nicht Luͤgener noch Leſterer / Sondern gewiſſe Propheten ſein / das Meſſia nicht ko⸗ men ſey / Sondern noch komen ſolle. Wer wil ſie hie ſtraffen / das ſie jrren oder feilen? Wenn alle Engel vnd Gott ſelbs auff dem Berge Si⸗ nai oder zu Jeruſalem im Tempel / oͤffentlich ſprechen / Das Meſſia lengeſt komen / vnd nu mehr ſein nicht zu harren were / So muͤſte Gott ſelbs der Teufel / vnd alleckngel eitel Teufel ſein. So gewis ſind dieſe Heilig / warhafftig⸗ ſten Propheten / Das Meſſia nicht komen ſey / Sondern noch komen ſol. Viel weniger wer⸗ den ſie vns hoͤren / wie ſie bisher gethan / vnd noch jmer fort thun / So ſie doch durch viel fei⸗ ner gelerter Leute / auch aus jrem Geſchlecht / ſo ſtatlich vberwunden ſind / das auch ſtein vnd holtz / wo ſie halbe vernunfft hetten / ſolchs muͤ⸗ ſten bekennen / Vnd ſie doch wiſſentlich wider erkante warheit wuͤten. Aber jre verdampte Ra binen / ſo es wol anders wiſſen / jr arme Jugent vnd gemeinen Man / ſo mutwilliglich vergiff⸗ ten / vnd von der warheit abwenden. Denn ich

halte /