lichem ampt vnd kleidern in den Tempel gehen / fur das Volck Opffern / Beten vnd Reuchern / dem Volck Predigen vnd regieren. Sage mir / wieviel kan Antiochus / mit ſeinem Abgott vnd ſchweinen fleiſch opffern / erger geweſt ſein denn dieſe Epicuriſche Sewe vnd Sewmuͤttere? Wo bleibt hie Haggai wort / das dieſes Tempels herrligkeit groͤſſer ſol ſein denn Salomons Tem pel ? Ein leiblicher Sewſtal kan fur Gott vnd der vernunfft / ein Koͤniglicher Saal heiſſen ge⸗ gen dieſen Tempel / vmb ſolcher groſſer / grew⸗ licher / vngehewrer Sewe willen.

Wie gar viel ehrlicher ſchreiben vnd leren / die Deidniſchen Philoſophi / auch die Poeten / nicht allein von Gottes regiment / vnd vom kuͤnfftigen leben / Sondern auch von zeitlichen Tuͤgenden / da ſie leren / Ein Menſch ſey von na tur ſchuͤldig dem andern zu dienen / auch den Feinden Glauben zu halten / Vnd ſonderlich in noͤten trero vnd huͤlfflich zu ſein / wie Cicero vnd ſeines gleichen leren. Ja ich halt / das in drey Fa beln Eſopi / im halben Catone / in etlichen Co⸗ medien Terentij / mehr Weisheit vnd Cere von guten Wercken ſtehe / denn in aller Thalmu⸗ diſten vnd Rabinen Buͤcher funden werde / vnd in aller Juden Hertz fallen muͤge.

Moͤcht jemand dencken / ich rede zu viel / Ich rede nicht zu viel / Sondern viel zu we⸗

[printed signature: V ij]