geſchach / So leſſt er doch die vergebung der Suͤnde dem Menſchen gewis ſein / Vnd wo nicht ein Prophet oder Prieſter da were / muͤſte ehe ein Engel komen / vnd ſprechen / Dir ſind deine Suͤnde vergeben / da mit der Suͤnder in ſeiner New vnd vnter der ſtraffe nicht verzage / oder zweiuele. Wie wir auch ſehen / in der Ba⸗ byloniſchen gefengnis / wie gnediglich vnd veterlich er die troͤſtet / ſo jre Suͤnde bekennen / das ſie die Straffe ertragen muͤgen / Vnd kan auch die Straffe die lenge nicht wehren / ſon⸗ dern mus jre beſtimpte zeit / mas vnd ende ha ben / wo rechte Rew vnd Buſſe da iſt.
Aber hie bey dieſen Juͤden / iſt keine verge bung der Suͤnde / kein Prophet / der ſie des ven troſte vnd gewis mache / kein beſtimpte zeit der Straffe / Sondern eitel vnendlicher zorn vnd vngnade on alle barmhertzigkeit das nicht al⸗ lein erlogen / ſondern auch vmmuͤglich iſt / Ga briels verheiſſunge / von jrer buſſe zu verſtehen / viel weniger von jrem verdienſt vnd gerechtig⸗
eit.
Ah was wollen wir viel wort vnd zeit ver⸗ lieren Das Land Canaan iſt kaum ein bettel⸗ ſtůck oder tellerbrot geweſt / gegen der gantzen Welt reich / Noch haben ſie es nicht durch ſie buſſe / rew oder gerechtigkeit verdienet wie Moſe ſagt / Deutero. 9. das ſie nicht durch ſie
gerechtigkeit /