Was wollen wir armen Prediger in des thun ? Erſtlich wollen wir gleuben / das vnſer HErr Iheſus Chriſtus warhafftig ſey / der von ſolchen Juͤden / die jn nicht annamen / ſon⸗ dern creutzigten / ein ſolch vrteil ſpricht. Ir ſeid Schlangen gezicht vnd Teuffels Kinder. Wie ſein Vorleuffer Johannes Baptiſta auch ſagt / Vnd waren doch ſeine Bluts freunde. Nu wer⸗ den vns vnſer Herrſchafften / vnd alle ſolche barmhertzige Heiligen / die den Juͤden wol wol len / zum wenigſten den raum laſſen / das wir gleuben muͤgen Ihe Chriſto vnſerm Herrn / der freilich allehertzen beſſer kennet / denn ſolche barmhertzige Heiligen / das dieſe Juͤden mů⸗ ſſen Schlangen gezichte vnd Teufels Kinder ſein / das iſt / die vns eben ſo viel guts guͤnnen / als jr Vater der Teufel / Was vns der ſelbige guts gan / ſolten wir Chriſten ja billich aus der erfarung neben der Schrifft / lengſt vnd wol ver ſtendigt ſein.

Ich hab viel Hiſtorien geleſen vnd ge⸗ hort von den Juͤden / ſo mit dieſem vrteil Chriſti ſtimmen / Nem̃lich / wie ſie die Brunnen vergiff tet / heimlich gemordet / Kinder geſtolen / wie droben gemeldet. Item / das ein Juͤde dem an⸗ dern vber feld einen Topff vol bluts / auch durch einen Chriſten / zugeſchickt / Item / ein Faſs wein / da das ausgettuncken / ein todter

[printed signature: g iij]