So ſagt der Angerbauer.
Der kleine Paul iſt furchtbar erſchrocken. Seine Augen funkeln vor Zorn.
„So ein gemeiner Jud!“ ſagt er. Und dann ſchweigt er lange. Voll Abſcheu blickt er auf den Juden. Am liebſten hätte er dem Kerl ſeinen Waſſerkrug auf den Kopf geſchlagen. Aber was wollte er, der kleine Junge! So konnte er dem Nachbarn auch nicht helfen.
„Du, Vater, wenn ich einmal groß bin, und wenn ich einmal einen Bauernhof habe, dann werde ich immer an den Flurbauern denken. Und ein Jud darf überhaupt nicht in mein Haus herein. Ich werde an die Türe ſchreiben: „Juden haben keinen Zutritt!“ Und wenn ſich dennoch ein Jude hereintrauen würde, dann würde ich ihn gleich wieder hinauswerfen!“
Der Angerbauer nickt.
„Haſt recht, Paul! Mit einem Juden darf man ſich in gar nichts einlaſſen. Der Jude will uns immer nur betrügen. Der Jude will uns alles nehmen, was wir beſitzen. Das muß ſich jeder Bauer merken!“
„Ja“, ſagt der kleine Paul, „und ich werde auch immer an den Spruch denken, den uns geſtern der Lehrer in der Schule geſagt hat:
Der Bauer betet zu dem Herrn: Oh, halte uns den Hagel fern,
Verſchone uns vor Blitz und Flut, Dann wird die Ernte wieder gut.
Doch ſchlimmer noch als dieſe Plagen Iſt der Jude, laß dir's ſagen!
Laß dich warnen: Hüte dich
Vor dem Judenwüterich!“
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