Die Hofbäuerin kennt dieſen Schmus. Sie weiß, daß alles, was der Jude ſagt, er⸗ ſtunken und erlogen iſt. Sie weiß, daß der Kleiderſtoff, den der Jude verkaufen will, übler Schund iſt. Sie weiß, daß der Jude nicht draufzahlt, ſondern viel Geld dabei verdient. Und weil ſie das alles weiß, darum fällt ſie auf die Lügen des Levy nicht herein.

„Ich kauf“ nichts von dir!“ ſagt die Bäuerin und geht.

Der Jude packt ſeine Sachen zuſammen. Fluchend verläßt er den Bauernhof. Draußen ſchaut er zuerſt nach links und dann nach rechts. Als er ganz allein iſt, redet er laut vor ſich hin:

„Die Hofbäuerin hat was gemerkt! Hat gemerkt, daß ich ſie will bloß ausſchmieren! Das iſt ſchade! Mit der werd' ich wohl ſo ſchnell nicht mehr machen können ä guts Ge⸗ ſchäft. Aber es ſind, Gott ſei Dank, noch andere Bauern und Bäuerinnen da. Da werd“ ich eben gehen zu ihnen. Und ich werd' verdienen einen ſchönen Batzen Geld!“ Einige Minuten ſpäter ſteht Jud Levy in der Wohnſtube eines anderen Bauern. Und wieder lügt er das Blaue vom Himmel herunter. Wieder preiſt er ſeine Ware an, als die „beſte und billigſte“, die es gibt. Wehe aber, wenn ſich die Bäuerin von dem Schmus des Juden betören läßt. Es wird ihr ergehen, wie es damals der Hofbäuerin und vielen anderen ergangen iſt, die ſich mit Juden eingelaſſen haben. Und es muß ihr ſo ergehen! Sagt doch ein alter Spruch:

Der jüdiſche Hauſierer

Iſt ein Betrüger und Verführer. Er lügt nach Strich und Faden, Und du — du haſt den Schaden.

Dies hat ſo mancher ſchon erfahren. Willſt du vor Schaden dich bewahren, Dann laß den Juden nicht herein

Und kauf beim deutſchen Kaufmann ein.