Die Juden haben die Kuh auf den Rücken gedreht.
Da kommt ein anderer Jude herbei. Er ſieht aus wie ein Teufel. In ſeinen Händen hat er ein langes, ſcharfes Meſſer. Er grinſt. Man ſieht ihm an, welche Freude es ihm macht, das arme Tier nun langſam morden zu können. Er packt die Kuh am Hals. Und dann ſchneidet er ihr den Hals durch.
Otto iſt furchtbar erſchrocken.
„Allmächtiger Gott!“ ſo ruft er aus. Und dann ſieht er, wie das Blut aus der Wunde des Tieres ſpritzt. Er ſieht, wie ſich das Tier aufbäumt! Wie es aufſpringt und dann wieder zuſammenbricht! Wie es um ſich ſchlägt! Er hört das Röcheln des Tieres! Und dann, dann greift der Jude in die klaffende Wunde und durchſchneidet den Hals ein zweites Mal. Und wieder ſpritzt das Blut. Und wieder bäumt ſich das Tier auf. Mi⸗ nutenlang dauert das. Wieder ſtürzt das Tier zu Boden. Langſam ſtirbt es. Die Juden aber ſtehen herum und — lachen dazu.
Länger kann Otto nicht mehr zuſehen. Er ſchreit auf. Dann rennt er davon, klettert über die Mauer und bleibt atemlos auf der Straße ſtehen. Kurt kommt nach. Er erſchrickt, als er in das blaſſe Geſicht ſeines Freundes blickt. Schweigend gehen dann die Knaben nach Hauſe. Vor der Wohnung Ottos bleiben ſie ſtehen.
„Kurt, jetzt glaub' ich dir! Du haſt mich nicht angelogen. Die Juden ſind die gemeinſten Menſchen, die es auf der Welt gibt.“
So ſagt Otto. Und Kurt antwortet:
„Ja, die Juden ſind ein Mördervolk. Mit der gleichen Roheit und mit dem gleichen Blutdurſt, wie ſie Tiere morden, ſo töten die Juden auch Menſchen. Haſt du ſchon etwas von Ritualmorden gehört? Da bringen die Juden ſogar Knaben und Mädchen, Frauen und Männer um. Die Juden ſind Mörder von Anfang an. Sie ſind Teufel in Menſchen⸗ geſtalt. Ein Spruch ſagt:
Es liegt dem Juden in dem Blut
Der Zorn, der Neid, der Haß, die Wut Auf jedes Volk der ganzen Welt,
Das nicht zum „Auserwählten“ zählt.
Er ſchächtet Tiere, ſchächtet Menſchen, Es kennt ſein Blutdurſt keine Grenzen! Es wird die Welt erſt dann geneſen, Wenn wir vom Juden ſie erlöſen.“