Wie der Arbeiter Hartmann Nationalſozialiſt wurde

Die Hitlerjugend iſt auf Wanderfahrt. Stolz trägt der Fahnenträger das Banner voran. Hinterdrein marſchieren die Hitlerjungen. „Links — rechts — links — rechts!“ ſo geht das weiter und weiter. Und dann wird zwiſchenhinein ein flottes Lied geſungen. Zwei Stunden ſind die Hitlerjungen ſchon marſchiert. Sie kommen in die Nähe der Reichsautobahn. Die Jungen blicken hinüber auf die Bauſtelle. Sie vergeſſen ganz das Singen. „Sie iſt doch etwas Wundervolles, dieſe Autobahn“, ſprechen ſie unterein⸗ ander, „ein gewaltiges Werk, das hier unſer Führer ſchafft!“

Der Kameradſchaftsführer hat die Unruhe ſeiner Leute bemerkt.

Er tritt aus der Reihe und kommandiert: „Abteilung, halt!“

Und dann läßt er ſeine Kameraden wegtreten.

Die Hitlerjungen gehen hinüber zur Bauſtelle und ſetzen ſich links und rechts der Straße nieder. Sie kommen mit den Arbeitern ins Geſpräch. Einer von ihnen nimmt ſich ihrer beſonders freundlich an und bringt ihnen einige Feldkeſſel mit Waſſer zum Trinken und dazu einen halben Laib Brot. Dann ſetzt auch er ſich nieder und unterhält ſich mit ihnen. Zuerſt müſſen die Jungen erzählen, woher ſie kommen und wohin ſie marſchieren. Sie müſſen erzählen, was ſie bei der Hitlerjugend alles treiben und vieles andere mehr. Bald haben die Jungen herausbekommen, wie der Arbeiter heißt, mit dem ſie ſich ſo gut unterhalten. Sein Name iſt Hartmann. Georg Hartmann!

„Herr Hartmann“, ſagt der Kameradſchaftsführer, „nun haben wir genug geſagt. Nun müſſen Sie uns auch etwas erzählen.“ Der Arbeiter lacht und putzt ſeinen braunen Schnurrbart. Dann ſagt er:

„Gut, Jungens! Ich will euch etwas erzählen aus einer Zeit, von der ihr nicht viel wißt. Ihr ſeid ja damals noch recht klein geweſen!“

„Ja, das intereſſiert uns ganz beſonders!“ ruft der Hitlerjunge Richard dazwiſchen und beißt in ſein Stück Bauernbrot.

Der Arbeiter erzählt: