Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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besonders auf dem Tempelplatze, in scharfem Gegensatz zu dem schonenden Auftreten Omars, nachdem er Herr über die Stadt geworden war.... Die Periode der Kreuzzüge gehört zu den unerquicklichsten Partien der Geschichte der Christenheit. Ihr kläglicher Ausgang steht in schneidendem Gegensatz zu der anfänglichen grossen Begeisterung, und selbst über diese wirft das unmenschliche Blutvergiessen bei der Einnahme Jerusalems einen tiefen Schatten", heisst es im Handwörterbuch des Islam.

Wir sehen auch an diesem Beispiel, wie sehr der Islam, in seiner Periode der Ausbreitung wie auch der äussersten Verteidigung, seine Bereitschaft bewahrte, sich mit der Christenheit auf einer gemeinsamen Grundlage zu verständigen, und wie auch auf der anderen Seite immer wieder die Notwendigkeit und Möglichkeit einer solchen Verständigung erkannt wurde. Erst als das Abendland seine inneren Konflikte auf dem Boden und auf Kosten des islamischen Reiches auszutragen begann, wurde zwischen den beiden religiösen Gemeinschaften eine Kluft gerissen, die sich immer wieder erweiterte, sobald das Abendland den Versuch wiederholte, seine imperialistischen Spannungen auf Kosten des Morgenlandes zu lösen.

Das islamische Weltreich wechselte im Laufe seiner Geschichte mehrfach seinen nationalen Charakter, indem jeweils andere Nationalitäten die Führung in ihm übernahmen und dadurch der islamischen Kultur und Zivilisation ihre spezifische, nationale Farbe verliehen, selbstverständlich ohne seinen Grundcharakter zu ändern. Die erste arabische Periode wurde durch eine iranische Periode abgelöst, in der auch der arische Geist seinen charakteristischen Beitrag zur islamischen Kultur

English
translation

especially on the Temple Mount, in sharp contrast to Omar’s restrained conduct after he had become master of the city.... The period of the Crusades belongs to the most unpleasant chapters in the history of Christendom. Its lamentable outcome stands in stark contrast to the great initial enthusiasm, and even over that enthusiasm the inhuman bloodshed at the capture of Jerusalem casts a deep shadow,” says the Handwörterbuch des Islam.

This example too shows how Islam, both in its period of expansion and in that of its utmost defense, preserved its readiness to reach an understanding with Christendom on a common basis, and how on the other side the necessity and possibility of such an understanding was repeatedly recognized. Only when the West began to work out its internal conflicts on the soil and at the expense of the Islamic empire was a gulf torn open between the two religious communities, a gulf that widened each time the West repeated its attempt to resolve its imperialist tensions at the expense of the East.

In the course of its history the Islamic world empire changed its national character several times, as other nationalities successively assumed leadership within it and thereby gave Islamic culture and civilization their specific national color, naturally without changing its fundamental character. The first Arab period was replaced by an Iranian period, in which the Aryan spirit also made its characteristic contribution to Islamic culture