Amin Al-Husseini mitten in die arabisch-islamischen Bewegungen der Vorkriegszeit hineingeführt. Mohammed Raschid Rida ist nach dem Tode Mohammed Abduhs einer der führenden Köpfe der islamischen Erneuerung. Seine Zeitschrift „Al-Manar" übt auf die Scheikhs und Studenten der Universität einen bewegenden Einfluss aus. Im Jahr nach der Ankunft Amins in Kairo bildet sich dort die Partei der Dezentralisierung; ein Verwandter Amins hat schon dem Bildungsverein in Konstantinopel angehört, der im Jahre 1909 entstanden war.
Im Sommer des Jahres 1913 fand in Paris der erste arabische Kongress statt. Die Einladung ging vom „Jungen Arabien" aus, die Dezentralisierungspartei beteiligte sich sofort. Auch der Reformklub in Beirut, eine der wenigen legalen arabischen Vereinigungen, erklärte sich zur Teilnahme bereit. An dem Kongress nahmen als beglaubigte Vertreter der verschiedenen arabischen Organisationen — auch die Vereine der vielen in Amerika ansässigen Araber hatten Delegierte geschickt — zweiundzwanzig Personen teil. Präsident des Kongresses war Abdul Hamid Zahrawi.
Die Jungtürken nahmen diesen Kongress so wichtig, dass sie zwei Beauftragte nach Paris entsandten, um mit den Arabern zu verhandeln. Die Unterhändler kargten nicht mit Versprechungen und kamen tatsächlich zu einer Verständigung. Trotz der bescheidenen Forderungen der Araber entsprach das bald nachfolgende Regierungsdekret in keiner Weise den in Paris vereinbarten Bedingungen. Die meisten Teilnehmer des Kongresses betrachteten daher das eben erst abgeschlossene Abkommen als gebrochen und erledigt. Nur Abdul Hamid Zahrawi, der Präsident des Kongresses, versuchte