Die Balfourdeklaration war am 2. November 1917 verkündet worden, aber zwei Jahre lang wagten die britischen Behörden nicht, sie in Palästina bekannt zu machen. Gerüchte über sie hatten in Kairo und Palästina einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Mit vieler Mühe gelang es den Engländern, die Stimmung zu besänftigen, indem sie unter Beihilfe der bekanntesten zionistischen Führer den Inhalt der Erklärung bagatellisierten. Nach ihren Erläuterungen handelte es sich lediglich um eine Massnahme zur Unterbringung von jüdischen Flüchtlingen, die in Europa ihre Existenz verloren hatten.
Jetzt bewiesen die Zionisten durch ihre praktischen Massnahmen, dass sie ganz Palästina in ihre Hände nehmen wollten. In grösstem Umfange begannen sie, das Land aufzukaufen, das durch die politische Entwicklung seinen bisherigen Herrn verloren hatte wie z.B. die Domänen des osmanischen Sultans. Seit Jahrtausenden sassen die arabischen Bauern auf ihrem Boden, in einem Pachtverhältnis, das den Wechsel des Besitzers kaum kannte. In jedem Fall hatte diese Pachtung unter islamischen Verhältnissen den ungeschriebenen Charakter einer Erbpacht. Der Pächter wurde auch im Falle eines Besitzwechsels niemals gezwungen, sein Land zu verlassen. Weder die Engländer noch die Juden berücksichtigten diese Verhältnisse. Sobald ein Boden in jüdische Hände übergegangen war, erhielt der Pachtbauer seine Kündigung, deren Inhalt er meist überhaupt nicht verstand. Ging er nach Ablauf einer bestimmten Frist nicht von seinem Land herunter, dann wurde er eben gewaltsam entfernt. Später begannen die Zionisten, den enteigneten Pachtbauern noch eine Entschädigung,