erklärte schon im Herbst 1928, auf seiner Reise durch die Länder des Vorderen Orients: „Wir Inder sind mit der nationalen Befreiungsbewegung in Syrien sehr zufrieden. Eure Opfer und Anstrengungen sind aber nur der erste Schritt auf dem Wege zur Erreichung der Freiheit.... Zweifellos wird der Tag kommen, wo jedes der orientalischen Völker frei in seinem Land sein wird. Damit uns dies gelingt, müssen wir Moslems den wahren Islam treu hüten. Geht nicht auf den Wegen derer, die euch sagen, dass eure Religion sich nicht mit der modernen Politik vertrage und dass sie nicht zu einem freien Leben führe. Die islamische Religion ist fortschrittlich. Wenn wir uns in die Gesetze unserer Religion vertiefen, werden wir finden, dass sie die Grundlage auch der europäischen Kultur sind."
Und dem Grossmufti erklärte der indische Führer, dass Palästina nur deshalb von England besetzt gehalten werde, weil es auf dem Wege nach Indien liege. Es sei mithin eine heilige Pflicht Indiens, Palästina in seinem Freiheitskampf zu unterstützen. An der Spitze einer Delegation reiste der Grossmufti nach Indien und Afghanistan, um die islamischen Kräfte zu gemeinsamer Aktion zu verbinden.
In diesem Sinne ist es der Angelpunkt der Politik des Grossmufti gewesen, dass der Bestand des britischen Imperiums unvereinbar mit dem Wiederaufstieg der islamischen Welt sei. Die Befreiung und Vereinigung der arabischen Welt ist nur eine, wenn auch eine ganz ausserordentlich wichtige Voraussetzung für die islamische Wiedergeburt. Die Moslems aller orientalischen Länder sind in diesem Kampfe aufeinander angewiesen, so dass keins dieser Länder für sich allein eine wirkliche und