Schachzug, die Gebiete des werdenden arabisch-islamischen Reiches unter englischem Einfluss zu halten und dadurch auch die britische Autorität über die indischen Moslems zu erhöhen.
Und doch erwies dieser Plan die innere Schwäche der englischen Islampolitik. Nicht zuletzt war es der Grossmufti, der ihn scheitern liess. Anfänglich duldeten die Engländer nicht ungern, dass der Grossmufti eine immer überragendere Stellung errang, dass er an dem Islamischen Weltkongress des Jahres 1926 in Mekka teilnahm, dem Kongress der arabischen Sprache in Kairo präsidierte und schliesslich — im Jahre 1931 - selber einen Islamischen Weltkongress in Jerusalem organisierte.
Dann aber zeigte es sich, dass England auf diese Weise durch tausend Rücksichten gebunden wurde. Es konnte weder die Araber, noch die Juden dauernd vor den Kopf stossen. Es konnte einfach die zionistischen Wünsche nicht befriedigen, ohne alle seine Positionen im Orient zu verlieren. Es begann, hier zu nehmen und dort zu geben — ausgerechnet der Irak erhielt seine Selbständigkeit, die Ägypten erst nach viel längeren Kämpfen erhalten hatte, und das gegen Yemen aufgehetzte saudische Arabien hätte ein neues inneres Problem der arabischen Halbinsel geschaffen, wenn der Grossmufti hier nicht Frieden gestiftet hätte.
Allen diesen Versuchen setzte der Grossmufti eine immer entschlossenere all-arabische und islamische Haltung entgegen.
Reisen in fast alle islamischen Länder gewannen ihm die Unterstützung der Moslems. Mohammed Ali, der grosse Führer der indischen Moslems, der heute in der Aksa-Moschee in Jerusalem bestattet liegt,