UND DIE ENGLÄNDER
Als Kampf gegen die Zionisten begann das politische Leben Amin Al-Husseinis. Zum Kampf gegen England wurde es. Von einer Etappe des Kampfes zur anderen erkannte der Grossmufti klarer, dass England das grosse Hindernis der arabischen und islamischen Wiedergeburt ist. Und immer klarer wurde ihm, dass der Kampf des kleinen Palästina nur einen Ausschnitt aus einem grösseren Kampfe darstellt, der die ganze islamische Welt umfassen muss.
Die Gestalt und die Lage des britischen Weltreiches musste die Engländer dazu führen, die islamischen Länder in seinen Machtbereich einzubeziehen. Es war nicht nur eine geopolitische Notwendigkeit, sondern ebensosehr eine religionspolitische. Als Herr Indiens ist England Herr über die grösste nationale Gemeinschaft der Moslems. Hundert Millionen indischer Moslems unterstehen der britischen Herrschaft. Trotz ihrer gewaltigen Zahl sind sie gegenüber etwa 260 Millionen Hindus eine Minderheit. Ihre Stellung ist sonderbar. Niemand bietet ihnen seine Hilfe, seine Unterstützung an, niemand macht ihnen Versprechungen. Mehr als alle jene Moslems, die — obwohl geringer an Zahl — nationale Einheiten bilden, sind sie auf die engste Verbindung mit der übrigen islamischen Welt angewiesen.
Gerade sie haben deshalb die Erhaltung des Khalifats erstrebt und die Engländer an der Zerschlagung der Türkei gehindert. Es schien daher ein geschickter