FLUCHT IN DIE ENTSCHEIDUNG
An der Küste Palästinas, die sorgfältig überwacht wird, um Menschen- und Waffenschmuggel zu verhindern, spielt sich eines Nachts ein verdächtiger Vorgang ab. Still hält am 13. Oktober 1937 an einer gottverlassenen Stelle ein kleines Ruderboot, mit schweigenden Männern besetzt. Aus dem Dunkel der Nacht tauchen plötzlich einige wenige Gestalten auf, gekleidet in die landesübliche Tracht der arabischen Bauern. Passworte werden gewechselt, leise und vorsichtig. Einer der Ankömmlinge wird in das Boot gehoben, die Ruder bewegen sich, nach wenigen Schlägen löst es sich vom Ufer. Niemand in der Umgebung hat den Vorgang bemerkt. Langsam gleitet das Boot nach Norden. Noch ist die Gefahr nicht gebannt. Jeden Augenblick kann ein Küstenwachboot auftauchen und neugierige Fragen stellen. Aber nichts geschieht....
Der Grossmufti ist aus der Aksa-Moschee geflohen. Seine Ankunft in Syrien ist die grosse Sensation der nächsten Tage. Die Presse fragt sich, ob seine Flucht vielleicht das Ende des palästinensischen Widerstandes bedeutet. Hat er den Kampf aufgegeben? Eine Prämie von 100.000 £ wird von England auf seinen Kopf ausgesetzt. Der Grossmufti schweigt sich aus. Die französischen Behörden gewähren ihm Asyl unter der Bedingung, dass er sich öffentlich nicht politisch betätigt.
Trotzdem bleibt er nicht untätig, denn von seinem Asyl im Libanon, das von französischen Geheimpolizisten