sorgfältig überwacht wird, leitet er auch weiterhin die Revolution in Palästina. Zwar sind Besuche in seinem Haus durch die französische Überwachung sehr erschwert, aber der Grossmufti versteht es, sich nachts in den Wäldern und Gärten des Libanon mit den revolutionären Vertrauensleuten zu treffen. Der Grossmufti verwandelt sich in einen Nachtarbeiter. Nacht für Nacht empfängt er auf diesen geheimen Zusammenkünften die Nachrichten über den Stand der Kämpfe, die Bedürfnisse der Aufständischen, die Massnahmen der Gegner. In oft stundenlangen Aussprachen gibt er seine Anweisungen, bespricht er alle Probleme, verteilt er die Gelder für den Ankauf der Munition und die Versorgung der Truppen.
Die Engländer selber, die ihre letzten Vermittlungsvorschläge ausgearbeitet haben, brauchen die Entscheidung des Grossmufti, ohne die jede Zustimmung irgendwelcher arabischen Gruppen wertlos wäre. Ohne jemals öffentlich in Erscheinung zu treten, übt der Grossmufti Wirkungen aus. Es wird immer offensichtlicher, dass er nicht an eine Aufgabe seines Kampfes denkt. Er hat lediglich den Kampfplatz verlegt. In Jerusalem hatte er wohl die Bewegung im Lande selber noch in der Hand, aber seine Verbindung mit der Aussenwelt war seit seiner Einschliessung in der Aksa-Moschee naturgemäss stark eingeschränkt. Er müsste seine Einwirkungsmöglichkeit auf die islamische Welt zurückgewinnen.
Die Entscheidung konnte ohnehin nicht in Palästina allein fallen. Er suchte die Entscheidung auf einem weiteren Felde.
Syrien war nur eine Etappe. Es kam schon kaum noch unerwartet, als der Grossmufti eines Tages verschwunden war. Die Franzosen hatten begonnen, die Tätigkeit