Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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des Grossmufti zu beschränken. Zugleich erfuhr dieser, dass die Engländer bei den Franzosen auf seine Auslieferung hinarbeiteten. Am 13. Oktober 1939 zog der Grossmufti die Konsequenzen aus dieser Situation und begab sich in aller Heimlichkeit in den Irak.

Die irakische Regierung empfing den Grossmufti offiziell, und die nationalen Führer des Irak scharten sich sofort um ihn. Seine Anwesenheit im Irak führte schon nach kurzer Zeit zu einer Umwandlung der irakischen Regierung in seinem Sinne.

Der zweite Weltkrieg war inzwischen ausgebrochen. Fast schien es, als ob der hellsichtige Grossmufti schon die ganze Zeit auf dieses Ereignis gewartet hätte. Jetzt zeichnen sich ganz neue Fronten ab. Papierne Versprechungen müssen ihre Probe bestehen. England zwingt das „souveräne" Ägypten, die diplomatischen Beziehungen zu den Achsenmächten abzubrechen. Die Anwesenheit englischer Truppen macht es zum Kriegsschauplatz, aber auch der stärkste Druck der Engländer kann es nicht bestimmen, seine Neutralität aufzugeben.

Auch der Irak soll zur Teilnahme am Kriege gewonnen werden; obwohl dort in diesem Augenblick ein Freund der Verständigung mit England am Ruder war, beschränkte es sich ebenfalls unter dem Druck der nationalen Parteien auf den Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Als England im März 1941 durch Vermittlung des Aussenministers Eden, der nach Kairo gekommen war, erneut den Versuch unternahm, den Irak vor den britischen Kriegswagen zu spannen, hatte die Wirksamkeit des Grossmufti schon ihre Früchte getragen. Die Armee und die Bevölkerung des Irak lehnten ab und beriefen, in engster Fühlungnahme mit dem Grossmufti,

English
translation

At the same time, he learned that the English were working with the French to secure his extradition. On 13 October 1939, the Grand Mufti drew the consequences from this situation and secretly made his way to Iraq.

The Iraqi government received the Grand Mufti officially, and Iraq’s national leaders immediately gathered around him. His presence in Iraq led, after a short time, to a transformation of the Iraqi government in accordance with his views.

The Second World War had meanwhile broken out. It almost seemed as though the far-sighted Grand Mufti had been waiting for this event all along. Now entirely new fronts were emerging. Paper promises had to stand the test. England forced “sovereign” Egypt to break diplomatic relations with the Axis powers. The presence of English troops made it a theater of war, but even the strongest English pressure could not induce it to give up its neutrality.

Iraq too was to be won over to participation in the war. Although a friend of understanding with England was at the helm there at that moment, under pressure from the national parties it likewise limited itself to breaking diplomatic relations. When in March 1941 England, through the mediation of Foreign Secretary Eden, who had come to Cairo, made another attempt to harness Iraq to the British war chariot, the Grand Mufti’s effectiveness had already borne fruit. The army and population of Iraq refused and, in closest contact with the Grand Mufti, called