Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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Raschid Ali El-Gailani an die Spitze der Regierung.

Im April sah sich die irakische Regierung gezwungen, gegen die vertragswidrig vor sich gehende Ausschiffung englischer Truppen zu protestieren, hatte aber mit dem Protest keinen Erfolg. Wie der Grossmufti von vornherein erkannt hatte, wollte sich England um jeden Preis den Irak als Nachschubweg zwischen Indien und Ägypten sichern.

Da der Protest unbeachtet blieb, umzingelte die irakische Armee Ende April die britisch besetzten Flugplätze bei Bagdad und Basra. Unterstützt durch diese Aktion des Heeres verlangte die Regierung die Zurückziehung der in Basra ausgeschifften britischen Truppen.

Am 2. Mai eröffneten die Engländer, die sich von der Hartnäckigkeit der irakischen Regierung überzeugt hatten, das Feuer auf die irakischen Truppen, die ihre Flugplätze eingeschlossen hielten. Damit war zwischen Grossbritannien und dem Irak der offene Krieg ausgebrochen. Obwohl die Iraker voraussehen konnten, dass der Ausgang des Kampfes ungünstig sein würde, wollten sie nicht kampflos ihre Ehre und Freiheit aufgeben. Alle wussten, dass ihr Kampf gegen die britische Gewalt die gesamte islamische Welt über die britischen Absichten aufklären würde.

Der Grossmufti unterstützte die Bedeutung dieses Kampfes. Tausende von Arabern aus Palästina, Syrien und Transjordanien beteiligten sich an dem Kampfe und noch mehr wären zu ihnen gestossen, auch aus Ägypten und den anderen islamischen Ländern, wenn die Engländer nicht nach dreissig Tagen erbitterten Kampfes die zahlenmässig und materiell unterlegene Armee des Irak überwunden und das Land besetzt hätten.

English
translation

Rashid Ali al-Gaylani to the head of the government.

In April, the Iraqi government was forced to protest against the disembarkation of English troops, which was proceeding in violation of the treaty, but the protest had no effect. As the Grand Mufti had recognized from the outset, England wanted at any price to secure Iraq as a supply route between India and Egypt.

When the protest was ignored, at the end of April the Iraqi army surrounded the British-occupied airfields near Baghdad and Basra. Supported by this army action, the government demanded the withdrawal of the British troops disembarked at Basra.

On 2 May, the English, convinced of the Iraqi government’s persistence, opened fire on the Iraqi troops surrounding their airfields. Open war had thereby broken out between Great Britain and Iraq. Although the Iraqis could foresee that the outcome of the struggle would be unfavorable, they did not want to surrender their honor and freedom without a fight. Everyone knew that their struggle against British power would enlighten the entire Islamic world about British intentions.

The Grand Mufti supported the significance of this struggle. Thousands of Arabs from Palestine, Syria, and Transjordan took part in the fighting, and still more would have joined them, including from Egypt and the other Islamic countries, if after thirty days of bitter fighting the English had not defeated and occupied Iraq with its numerically and materially inferior army.