Der Grossmufti, Raschid Ali El-Gailani und alle ihre Mitarbeiter mussten nach dem Iran flüchten. Auf dem Umweg über den Iran, der bald darauf ebenfalls seiner Freiheit beraubt wird, kommt der Grossmufti nach Italien und Deutschland. Am 22. November 1940 hatten die Achsenmächte bereits ein Manifest erlassen, in dem sie sich für die Freiheit der arabischen Völker einsetzten.
Der arabische Freiheitskampf steht an einem Wendepunkt seiner Entwicklung. Durch ihren heroischen Widerstand haben die Araber bereits einen entscheidenden Beitrag zum Verlauf dieses Krieges geliefert. Die „Bastion des Nahen Ostens“, von der aus England die Macht der Achsenmächte aus den Angeln heben wollte, hat die ihr zugedachte Aufgabe nicht erfüllt. Die Truppen, die an ihr einen Halt finden sollten, mussten sie in ein bewaffnetes Lager zur Niederhaltung der Bevölkerung verwandeln. Statt zusätzliche Truppen aus der arabischen Bevölkerung zu gewinnen, müssen so viel Truppen zu ihrer „Bewachung“ eingesetzt werden, dass die englischen Streitkräfte nicht mehr ausreichen, um diese „Bastion“ nach aussen zu verteidigen.
An diesem Punkt, der vielleicht ein Wendepunkt, bestimmt aber kein Endpunkt seiner Laufbahn ist, darf ausgesprochen werden, dass der Grossmufti durch seinen kämpferischen Einsatz seit 1919 den arabischen Widerstand gegen die britische Unterdrückungspolitik unermüdlich geführt, organisiert und am Leben gehalten hat. Durch seine Arbeit und seinen Kampf verkörpern sich in ihm alle Ideale und Hoffnungen des arabischen Volkes, das seines Winkes gewärtig ist, um im gegebenen Augenblick den Kampf wiederaufzunehmen, der einem