Seitdem diese Sätze geschrieben wurden, sind nochmals Jahre vergangen und haben sie wiederum bestätigt und übertroffen. Es darf sogar gesagt werden, dass — seitdem der neue Weltkrieg den Rahmen Europas überschritten hat — immer deutlicher die Tatsache an den Tag tritt, dass sich die für viele unerwartete Entwicklung, die er seit seinem Ausbruch genommen hat, überhaupt nur aus den Veränderungen erklären lässt, die sich während der vergangenen Jahrzehnte im Orient vollzogen haben. Nur diese Veränderungen können die Schwäche Englands — und zum Teil Amerikas — und die Stärke Japans auf der anderen Seite ausreichend erklären. Sie allein geben auch den Schlüssel für die Rolle des Nahen Ostens, der in diesem Kriege in wachsendem Masse den Charakter eines Entscheidungsfeldes erhält, obwohl er erst in der nächsten Zukunft seinen aktiven Anteil an der welterschütternden Auseinandersetzung nehmen wird.
Diese Feststellung soll nicht den Anteil des deutschen Volkes und insbesondere der deutschen Wehrmacht an der Entwicklung der Dinge verringern, aber es ist wohl selbstverständlich, dass ihr Einsatz ein ganz bestimmtes Kräfteverhältnis in der Welt zur Voraussetzung hatte und noch hat. Wenn heute der Grossmufti seinen Kampf mit dem Grossdeutschlands verbunden hat, so beweist sein Entschluss letztlich nur, dass sich seine eigene weltpolitische Konzeption mit der deutschen deckt, dass also die Voraussetzungen, unter denen Deutschland seinen Kampf begonnen hat, durch das tatsächliche Verhalten der führenden Männer des Ostens bestätigt werden.
Von den umwälzenden Veränderungen, die sich in Asien vollziehen, interessiert uns im Zusammenhang mit