Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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der Persönlichkeit des Grossmufti vor allem die Erneuerung des Islam und ihre Verbindung mit der arabischen Freiheitsbewegung. Der enge Zusammenhang zwischen der religiösen, nicht allein auf die Araber beschränkten und der national-arabischen Bewegung, der gerade durch die Persönlichkeit Amin Al-Husseinis verkörpert wird, ist bisher in der europäischen Öffentlichkeit nicht immer richtig erkannt worden und bedarf daher besonderer Erläuterung. Die oberflächliche Hinnahme der bequemen „Pan-Ideen", in unserem Falle der Ideen und Parolen des „Panislamismus" und „Panarabismus", haben dazu geführt, dass weder die Unterschiede, noch die Übereinstimmungen zwischen beiden Bewegungen klar erkannt und richtig gewürdigt worden sind, was unweigerlich zu einer falschen Einschätzung führen musste und teils ihre Überschätzung, teils ihre Unterschätzung im Gefolge hatte.

Um zu zeigen, dass es sich hierbei nicht nur um ein vorübergehendes Missverständnis aktueller politischer Vorgänge handelt, sondern um eine grundsätzlich falsche Einstellung, sei es erlaubt, das gewichtige Urteil Max Hortens, eines massgeblichen deutschen Orientalisten, anzuführen, der sich folgendermassen über die bisherige Beurteilung des Islam äusserte: „Die orientalistischen Studien erwecken heute noch den Eindruck eines Trümmerfeldes. Die meisten Arbeiten beschränken sich auf die Herbeischaffung oder Vorlegung von Rohmaterial. Einzelne Blöcke sind gut ausgearbeitet worden; aber man sieht noch nicht, wohin sie inhaltlich in den Zusammenhang des ganzen Baues gehören. Soll der alte Tempel vor unseren Augen wieder neu erstehen, so müssen die Beziehungen jedes einzelnen Materials zum

English
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the renewal of Islam and its connection with the Arab freedom movement. The close connection between the religious movement, which was not confined to the Arabs alone, and the national Arab movement, embodied precisely by the personality of Amin Al-Husseini, has not always been correctly recognized in European public opinion and therefore requires special explanation. The superficial acceptance of the convenient “pan-ideas,” in our case the ideas and slogans of “Pan-Islamism” and “Pan-Arabism,” has meant that neither the differences nor the agreements between the two movements have been clearly recognized and properly weighed. This inevitably led to a false assessment, followed in part by overestimation and in part by underestimation.

To show that this is not merely a temporary misunderstanding of current political events but a fundamentally false attitude, let us cite the weighty judgment of Max Horten, a leading German Orientalist, who expressed himself as follows about the previous assessment of Islam: “Orientalist studies still give the impression of a field of ruins. Most works limit themselves to procuring or presenting raw material. Individual blocks have been well worked out; but one still cannot see where, in terms of content, they belong in the structure of the whole building. If the old temple is to rise anew before our eyes, the relations of each individual body of material to the