Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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arabischen Welt. Das Erwachen Ägyptens zu nationalem Selbstbewusstsein ist nämlich der Ausgangspunkt der modernen arabischen Nationalbewegung.

Als der spätere Vizekönig Mohammed Ali, ein türkisch sprechender Albaner, der erst gegen Ende seiner Laufbahn schlecht und recht arabisch lernte, das Erbe der Franzosen in Ägypten antrat, war er lediglich von der Vorstellung beherrscht, dass die vorliegende Form und Verwaltung des Osmanischen Reiches verbesserungsbedürftig sei. In dieser Ansicht stimmte er mit vielen Angehörigen dieses Reiches überein, nur war er es allein, der die Richtigkeit seiner Ansicht auch bewies, indem er seine Heere bis dicht vor die Tore Konstantinopels marschieren liess und dem Sultan seinen Willen diktiert hätte, wären ihm nicht die europäischen Mächte in den Arm gefallen.

Als Gouverneur und später als Vizekönig regierte Mohammed Ali über ein Land ausgesprochen arabischen Charakters. Wollte er, wie es seine Absicht war, die Kräfte seines Landes wecken und lebendig machen, so musste er diesen Charakter in Rechnung setzen. Dazu kam, dass der Sultan in arger Verkennung der Lage den aufsteigenden Nebenbuhler zwang, sich mit den Wahabiten auf der arabischen Halbinsel auseinanderzusetzen, und dadurch rein arabisches Land zum Machtbereich Ägyptens werden liess. Die Vereinigung Ägyptens mit den arabischen Stammländern schritt fort, als die Heere Mohammed Alis im Kampf gegen den Sultan ganz Syrien besetzten, das auch das Ländchen Palästina mitumfasste. Auf diese Weise waren, diesmal unter Führung Ägyptens, beträchtliche Teile der arabisch sprechenden Welt zu einer staatlichen Einheit

English
translation

Arab world proper. Egypt’s awakening to national self-consciousness was in fact the starting point of the modern Arab national movement.

When the later viceroy Mohammed Ali, a Turkish-speaking Albanian who learned passable Arabic only toward the end of his career, took over the French inheritance in Egypt, he was governed solely by the idea that the existing form and administration of the Ottoman Empire needed improvement. He agreed in this view with many members of that empire, but he alone proved its correctness by marching his armies close to the gates of Constantinople. He would have dictated his will to the sultan had the European powers not stayed his hand.

As governor and later viceroy, Mohammed Ali ruled over a country of decidedly Arab character. If, as he intended, he wished to awaken and animate his country’s forces, he had to take this character into account. Added to this was the sultan’s grave misjudgment of the situation. He forced the rising rival to confront the Wahhabis on the Arabian Peninsula, thereby allowing purely Arab territory to become part of Egypt’s sphere of power. The union of Egypt with the Arab homelands advanced when Mohammed Ali’s armies, fighting the sultan, occupied all Syria, which also included the small territory of Palestine. In this way, this time under Egyptian leadership, considerable parts of the Arabic-speaking world were joined into a political unit