verbunden, die zwar formell immer noch einen Bestandteil des Osmanischen Reiches bildete, aber innerhalb dieses Rahmens doch mit einem Schlage das arabische Element von dem türkischen sonderte.
Die unvermeidliche Folge dieses Vorganges war eine immer stärkere Hervorkehrung des arabischen Charakters der neuen staatlichen Einheit. Während Mohammed Ali noch sehr zögernd dieser Entwicklung folgte, zog Ibrahim, sein Stiefsohn und wahrscheinlicher Nachfolger, die letzten Konsequenzen aus den Tatsachen, die sich ungewollt und unvermittelt ergeben hatten. Ibrahim Pascha, der die Verwaltung Syriens unter sich hatte, wandelte sich aus freien Stücken zum Araber, vertrat — weit über den Vater hinausgehend — den Grundsatz einer fortschreitenden Enttürkisierung und Arabisierung des väterlichen Besitzstandes und machte sich schliesslich die Konzeption eines unter ägyptischer Führung stehenden grossarabischen Reiches zu eigen, dessen Herrscher die Würde des Khalifen in Anspruch nehmen durfte. Es war wohl der mutmassliche mit der Übernahme des Khalifats verbundene Machtzuwachs, der Mohammed Ali veranlasste, die Pläne Ibrahims in ernsthafte Erwägung zu ziehen.
So zeichnete sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast greifbar nah das Bild eines neuen islamischen Grossreiches ab, das berufen schien, die Erbschaft des Osmanischen Reiches anzutreten, eines Reiches, das von dem erneuerten und wirtschaftlich erstarkten Ägypten geführt und von den arabischen Angehörigen des bisherigen Osmanischen Reiches getragen wurde.
Das weitere Schicksal der Pläne Ibrahims bewies, dass die Zeit für die Schaffung eines arabischen Reiches, in