Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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welcher Form auch immer, damals ebenso wenig gekommen war, wie die Länder des grossdeutschen Raumes damals bereit und fähig waren, sich in eine solche Neuformung des islamischen Orients einzuschalten. Es gelang den Engländern ohne allzu grosse Mühe, die Expansion Ägyptens abzudrosseln. Unter englischem Druck musste Ägypten Syrien, das es im Jahre 1832 besetzt hatte, acht Jahre später wieder räumen. Beim Tode Mohammed Alis war Ägypten wieder fast nur auf sich selber beschränkt.

Wenn aber die Konzeption eines grossarabischen Reiches in Europa ziemlich vollständig in Vergessenheit geriet, so blieben die Ansätze zu diesem Reich, die nahezu zehn Jahre Zeit zu ihrer Entfaltung gehabt hatten, nicht ohne Nachwirkung. Ibrahim Pascha hatte das modernisierte, auf der arabischen Sprache basierte Schulwesen Ägyptens auch in Syrien eingeführt. Es hatte seine Wirkungen gehabt und war auch am Ende der ägyptischen Okkupation nicht vollständig verschwunden. Ausserdem übte die Tatsache, dass Ägypten auch weiterhin ein autonomes arabisches Glied des Osmanischen Reiches blieb und bald einen Aufschwung nahm, der alle anderen Gebiete des Osmanischen Reiches weit hinter sich liess, einen fortdauernden Einfluss auf diejenigen arabischen Gebiete aus, die selber vorübergehend zu diesem Lande gehört hatten.

Ägypten wurde das Sammelbecken und der Nährboden des wiedererwachenden arabischen Geistes, aber das neue geistige Leben blieb nicht auf Ägypten beschränkt. Die benachbarten arabischen Länder wurden von dieser Erneuerung mitergriffen, zumal zahlreiche Araber von dem wirtschaftlichen und politischen

English
translation

whatever form it might take, had not come at that time, just as the countries of the Greater German sphere were then neither ready nor able to intervene in such a reshaping of the Islamic Orient. The English managed, without too much difficulty, to curb Egypt’s expansion. Under English pressure, Egypt had to evacuate Syria, which it had occupied in 1832, eight years later. At Mohammed Ali’s death, Egypt was again almost confined to itself.

But although the conception of a great Arab empire was almost completely forgotten in Europe, the beginnings of that empire, which had had nearly ten years to unfold, did not fail to have aftereffects. Ibrahim Pasha had introduced Egypt’s modernized, Arabic-language school system into Syria as well. It had had an effect and had not entirely disappeared even at the end of the Egyptian occupation. In addition, the fact that Egypt remained an autonomous Arab member of the Ottoman Empire and soon underwent a rise that left all the other territories of the Ottoman Empire far behind exerted a continuing influence on those Arab territories that had themselves temporarily belonged to that country.

Egypt became the gathering place and breeding ground of the reawakening Arab spirit, but the new intellectual life did not remain confined to Egypt. The neighboring Arab countries were also seized by this renewal, especially since numerous Arabs were attracted by Egypt’s economic and political