Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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der Religion ein erhebliches Ansehen. Die Türken mochten als führendes Staatsvolk viele Vorteile geniessen, aber sie konnten und wollten die Auffassung nicht ausmerzen, dass ihr Reich eben das Weltreich der Moslems sei. Noch Abdul Hamid unterstrich diesen Standpunkt durch die von ihm inaugurierte panislamische Bewegung, und erst die Jungtürken vollzogen die Wendung zum Prinzip des Türkentums.

Aus diesen Verhältnissen ergab sich folgerichtig der Zustand, dass die Araber zunächst nicht nationale Rechte in Anspruch nahmen, die die Türken für sich selber ebenfalls noch nicht begehrten. Ihre Wünsche richteten sich in erster Linie auf eine Verbesserung der tief herabgesunkenen Verwaltung des Reiches und stimmten in dieser Beziehung mit den Zielen der türkischen Reformer durchaus überein. Allerdings begannen viele Araber die Türken, als die Angehörigen des führenden Staatsvolkes, für die bestehenden Missstände verantwortlich zu machen und die Frage zu erheben, ob nicht die Araber, als die ursprünglichen und geeigneten Träger des Islam, berufen seien, die Türken in der Rolle des Staatsvolkes abzulösen. Sie schoben die Schuld an dem Niedergang oder Stillstand des islamischen Lebens den Türken zu, die — gewissermassen als Fremdvolk den wahren Geist des Islam nicht erfasst hätten und deshalb das Reich zugrunde richteten. Solche Gedankengänge mussten natürlich das Bedürfnis nach einer Wiederherstellung der arabischen Kultur und des arabischen Selbstgefühls steigern.

Sie verbanden andererseits das Problem der religiösen Wiederbelebung mit den Aufgaben der arabischen Renaissance. Dieses Moment kann zum Verständnis der

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of religion. The Turks may have enjoyed many advantages as the leading state people, but they could not and did not want to eradicate the view that their empire was precisely the world empire of the Muslims. Abdul Hamid still emphasized this position through the Pan-Islamic movement he inaugurated; only the Young Turks made the turn toward the principle of Turkism.

It followed logically from these conditions that the Arabs at first did not claim national rights that the Turks themselves still did not seek. Their wishes were directed above all toward improving the empire’s administration, which had sunk very low, and in this respect they fully agreed with the aims of the Turkish reformers. Many Arabs, however, began to hold the Turks, as members of the leading state people, responsible for the existing abuses and to ask whether the Arabs, as the original and proper bearers of Islam, were not destined to replace the Turks in the role of state people. They blamed the Turks for the decline or stagnation of Islamic life, saying that, as a kind of foreign people, they had not grasped the true spirit of Islam and were therefore ruining the empire. Such ideas naturally strengthened the demand for a restoration of Arab culture and Arab self-consciousness.

On the other hand, they linked the problem of religious revival with the tasks of the Arab renaissance. This point is important for understanding the