die Neigung zu einem vollständigen Bruch mit dem osmanischen Reich, das ja einen ausgesprochen islamischen Charakter besass. Es kann daher nicht Wunder nehmen, dass es eine christlich-arabische Geheimgesellschaft war, die im Jahre 1880 erstmalig mit illegalen Flugblättern gegen das osmanische Regime auftrat.
Die moslimischen Araber Syriens standen in der gleichen Zeit stärker unter dem Eindruck der Ägyptischen Vorgänge, die immer rascher auf einen offenen Konflikt mit den europäischen Mächten zusteuerten. Unter dem geistigen Einfluss eines bedeutenden nichtarabischen Kopfes, des Revolutionärs Dschamal Ud-Din Al-Afghani, hatte sich in Ägypten eine Bewegung gebildet, die sich an die Namen Orabi Pascha (in Europa meist „Arabi" Pascha geschrieben), ihres politischen Führers und ihres religiösen Führers Mohammed Abduh knüpft, dessen Wirkung weit über die Ereignisse hinaus fortdauerte, die Ägypten in die Hand der Engländer Trotz ihres nationalen Charakters, der objektiv die Auseinandersetzung mit dem Türkentum vorbereitete, war die ägyptische Freiheitsbewegung jener Zeit panislamisch und pro-osmanisch und blieb es bis in die jüngste Gegenwart.
Die Okkupation Ägyptens durch die Engländer und der verzweifelte Widerstand, den die Ägypter, unter Führung Orabi Paschas, ihr entgegensetzten, bedeutete für die Araber eine neue politische Schulung. Waren vorher viele Araber nach Ägypten gegangen, so wurde jetzt Syrien von ägyptischen Emigranten überschwemmt. Mohammed Abduh selbst, der zunächst in Gemeinschaft mit Dschamal Ud-Din von Paris aus die