Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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französischer Sprache in Paris erschienen Buch von A. Sanhoury „Das Khalifat, seine Entwicklung in der Richtung auf einen orientalischen Völkerbund“ Die Ideen Sanhourys zeigen, dass der Grundgedanke Al-Kawakabis auch in der Gegenwart noch lebt und wirksam ist.

Die panislamischen Bestrebungen Abdul Hamids auf der einen Seite, die liberal-demokratischen Tendenzen der erstarkenden Jungtürken auf der anderen, gaben den arabischen Emanzipationsbestrebungen den erforderlichen Spielraum. Nach der jungtürkischen Revolution von 1908 entstand in Konstantinopel sofort eine „Arabisch-osmanische Bruderschaft" (,Al-Ikha Al-Arabi Al-Uthmani"), durch die Araber und Türken ihr gegenseitiges Verhältnis auf eine neue Basis stellen wollten Die Gründer dieser neuen Gesellschaft waren der damaszener Abgeordnete im osmanischen Parlament Schafig Bey Al-Muayyad und der libanesische Christ Nadra Mutran, Angehöriger einer grossen und religiös wie literarisch führenden Familie.

Von diesem Zeitpunkt an treffen wir bei allen arabischen Organisationen und Bewegungen auf die Namen von Männern, die heute noch einen massgeblichen Einfluss auf die Gestaltung des arabischen Schicksals haben, sofern sie nicht ihre politischen Ideale im Laufe der letzten dreissig Jahre mit dem Leben bezahlen mussten wie z.B. Schafig Al-Muayyad, der von den Türken während des Krieges gehängt wurde. Aber auch die Namen der Opfer des Freiheitskampfes tauchen immer wieder auf, weil sie fast ausnahmslos Mitglieder der führenden Familien des Landes sind, und andere Familienangehörige den Kampf, dem sie bis zu ihrem Tode

English
translation

French-language book published in Paris by A. Sanhoury, The Caliphate: Its Development Toward an Oriental League of Nations. Sanhoury’s ideas show that al-Kawakibi’s basic idea is still alive and effective in the present.

Abdul Hamid’s Pan-Islamic aims on the one hand, and the liberal-democratic tendencies of the strengthening Young Turks on the other, gave the Arab emancipation efforts the necessary room to move. Immediately after the Young Turk Revolution of 1908, an ‘Arab-Ottoman Brotherhood’ (Al-Ikha Al-Arabi Al-Uthmani) was founded in Constantinople, through which Arabs and Turks sought to place their mutual relationship on a new basis. The founders of this new society were the Damascene deputy in the Ottoman parliament, Schafig Bey al-Muayyad, and the Lebanese Christian Nadra Mutran, a member of a large family prominent in both religious and literary life.

From this point onward, in all Arab organizations and movements we encounter the names of men who still exert a decisive influence on the shaping of Arab destiny, unless they had to pay for their political ideals with their lives during the past thirty years, as Schafig al-Muayyad did, hanged by the Turks during the war. The names of the victims of the struggle for freedom also recur, because they are almost without exception members of the country’s leading families, and other members of their families continued in their place the struggle