treu geblieben waren, an ihrer Stelle fortführen.
Im Jahre 1909 trat zum ersten Mal der Gegensatz. in Erscheinung, der — wider Erwarten aller Beteiligten — Araber und Türken auseinanderführen sollte. Der nationalistische Türkismus trat in nur wenig verhüllten Gegensatz zum Arabismus. Die Jungtürken benutzten die Niederschlagung der Gegenrevolution Abdul Hamids als Gelegenheit, die arabisch-türkische Vereinigung zu verbieten. Nur zögernd gestatten sie schliesslich die Bildung des „Muntadi Al-Adabi" („Erziehungsklub"), einer rein literarischen Vereinigung, die von Abdul Hamid Zahrawi, einem aus Homs gebürtigen Senator im osmanischen Parlament, gegründet wurde. Einer der Mitbegründer war Dschamil Al-Husseini, ein Angehöriger der bekannten palästinensischen Familie, der auch der Grossmufti entstammt. Vier dieser Gründer gehören zu den 21 Todesopfern des Kriegsgerichtes von Al-Alya, die am 21. August 1915 hingerichtet wurden.
Bezeichnend an der Zusammensetzung dieses Klubs ist die gleichmässige Beteiligung von moslimischen und christlichen Arabern, die deutlich genug zeigt, dass die arabischen Muslime die Traditionen fortsetzten, die ihre Vergangenheit bestimmt hatten. Zur gleichen Zeit und im Hintergrunde der literarischen Vereinigung entstand ausserdem eine geheime politische Gesellschatt, die sich nach einem der alten Stämme der Araber „Al- Qahtaniya" nannte. Neben vielen führenden Mitgliedern des „Muntadi Al-Adabi" spielte in diesem Geheimbund der Offizier Aziz Ali Al-Masri eine entscheidende Rolle. Dieser Mann hatte in Libyen Schulter an Schulter mit Enver Pascha gegen die Italiener gekämpft und den Widerstand auch nach der Rückkehr des Paschas nach