offene Sympathien hervor, ein Zeichen für die Wandlung der Geister.
Alles in allem stellten die dynastischen und weltanschaulichen Bewegungen auf der arabischen Halbinsel nur eine dritte Seite der Entwicklung des arabischen nationalen Selbstbewusstseins dar, wie sie den kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen der Halbinsel entsprach.
Auf drei Wurzeln lässt sich die moderne arabische Nationalbewegung zurückführen. Die von ihnen ausströmenden Bewegungen gehen auch heute noch zum Teil nebeneinander, gelegentlich auch gegeneinander, aber sie machen insgesamt den breiten Strom der arabischen Erneuerung aus und garantieren gerade durch ihre Verschiedenartigkeit die Lebendigkeit und Fruchtbarkeit der neuen arabisch-islamischen Kultur.
Die eine Wurzel ist die Schule Europas, die Europäisierung und Nationalisierung des Islam und des Orients, wie sie besonders von der akademisch gebildeten Intelligenz und den christlichen Kreisen vertreten wird. Die zweite Wurzel ist der auf den einfachen, patriarchalischen Verhältnissen aufbauende Rigorismus und Puritanismus der Wahhabiten, der aus religiösen Motiven auch nationalistisch ist, weil die Wiederherstellung des reinen, echten und unverfälschten Islam naturgemäss ein Auftrag ist, der zuallererst den Arabern zufällt und ihre politische Freiheit und Selbstbestimmung voraussetzt. Die dritte Wurzel schliesslich ist die Auseinandersetzung des geschichtlich gewordenen und in seiner Existenz bedrohten Islam, der die aus äusseren Umständen eingetretene Erstarrung überwindet und die europäischen Einflüsse islamisiert. Seine Grundlage, die