Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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DER MANN

Im Jahre 638 wurde Jerusalem von den Arabern eingenommen. Die Stadt hatte die Bedingung gestellt, dass sie sich nur dem Khalifen selber ergeben könne. Omar, der zweite Khalif, begab sich daraufhin von Medina nach Jerusalem. „Mit Erstaunen", heisst es, „sah die Bevölkerung den Beherrscher der Gläubigen ankommen. Er ritt auf einem rotbraunen Kamel, von einem einzigen Diener begleitet. Ein Sack mit Gerste und Datteln, ein Schlauch mit Wasser und eine hölzerne Schüssel waren seine Reiseausrüstung. So hatte er den Weg von neunhundert Kilometern zurückgelegt, indem er und sein Diener abwechselnd auf einem Kamel ritten. Am Tor der Stadt empfingen den Khalifen die Generäle, auf prunkvoll gezäumten Pferden und reich in bunte Seide gekleidet. An diesem Tage war gerade der Diener an der Reihe, das Kamel zu reiten. Trotz dessen Weigerung hatte Omar darauf bestanden, zu Fuss zu gehen, so dass anfänglich der reitende Diener für den Khalifen und Omar für den Diener gehalten wurde. Beim Anblick der Generäle sprang der alte Omar zornig vor, ergriff Sand und Steine und bewarf damit schimpfend die eleganten Herren. Ihre Begleitung lehnte er ab und ritt allein in die Stadt ein; die Generäle folgten ihm in sicherer Entfernung von seinen Steinwürfen."

Der Patriarch von Jerusalem empfing den Sieger, der ihm seine milden Bedingungen auferlegte, die den Verträgen Mohammeds mit anderen christlichen Gemeinden

English
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THE MAN

In 638 Jerusalem was taken by the Arabs. The city had stipulated that it could surrender only to the caliph himself. Omar, the second caliph, then traveled from Medina to Jerusalem. ‘With astonishment,’ it says, ‘the population saw the Commander of the Faithful arrive. He rode a reddish-brown camel accompanied by a single servant. A sack with barley and dates, a water skin and a wooden bowl were his travel equipment. In this way he covered the nine hundred kilometers, he and his servant taking turns riding the camel. At the city gate the generals received the caliph, mounted on splendidly harnessed horses and richly dressed in colorful silk. That day it was the servant’s turn to ride the camel. Despite the servant’s refusal, Omar insisted on walking, so that at first the servant on the camel was taken for the caliph and Omar for the servant. When he saw the generals, the old Omar sprang forward angrily, seized sand and stones and threw them at the elegant gentlemen while scolding them. He rejected their escort and entered the city alone; the generals followed him at a safe distance from his stones.’

The Patriarch of Jerusalem received the victor, who imposed on him mild conditions that