Voltaire in der Mitte des 18. Jahrhunderts nicht gesagt: „In unserem Lande gibt es noch 60.000 oder 70.000 Sklaven für Mönche?"
Mohammed Abduh war von dem demokratischen Geiste des Islam tief erfüllt, aber er erkannte auch die Zeitbedingtheit der modernen liberalen Demokratie. „Die parlamentarischen Gestalten und Formen sind nur Mittel, die nicht an und für sich erstrebt werden sollen," führte er einmal aus und trennte sich mit diesen Sätzen von allen jenen, die ihr ganzes Heil in der blinden Nachahmung der parlamentarischen Formen Europas sehen. „Man darf nicht glauben, dass das gerechte, auf Freiheit aufgebaute Gesetz dasjenige sei, das mit den bürgerlichen Prinzipien und dem politischen Prinzip der anderen Länder übereinstimmt. Die Länder unterscheiden sich hinsichtlich der geographischen Lage, der wirtschaftlich-biologischen Verhältnisse; und so unterscheiden sich auch die Einwohner bezüglich der Gebräuche, der Sitten und des Glaubens.... Dementsprechend dürfen die Ratgeber keinem anderen als ihrem eigenen Land bei der Gesetzgebung folgen. Sie müssen die Lage ihres Landes und die gegenwärtigen Verhältnisse der Bürger ins Auge fassen, wenn sie ein gerechtes Gesetz entwerfen wollen," setzte Mohammed Abduh diesen Anhängern der blinden Europäisierung entgegen. Er war sogar von der Notwendigkeit überzeugt, einen Führer mit diktatorischen Vollmachten zu suchen, über dessen Eigenschaften er folgendes ausführte: „Nur derjenige, der den Orient hebt, ist ein gerechter Diktator, und nur der, der diejenigen, die sich selber verloren haben, dazu zwingt, sich wieder zu erkennen, der die zerrissenen Familienbande in gegenseitiger Barmherzigkeit wieder zusammenfügt