und die Nachbarn zur Duldsamkeit veranlasst, der alle Leute zur Anerkennung zwingt, wenn sie nicht aus eigenem Willen dazu gelangen.... Er berücksichtigt seine Beziehungen zum Volk und die des Volkes zu sich selbst. Er findet diese nicht ausserhalb seiner. Deshalb nimmt er seine Blutsbrüder in seinen Schutz und verteidigt sie genau so wie sein Eigentum und seine Familie. Er folgt also dem Naturgesetz, das jeder voll und ganz versteht. Er ist sich ferner dessen bewusst — da er ein Glied seiner Nation ist —, dass er teilnimmt an dem Nutzen, der seiner Nation zukommt, dass er von dem Schaden getroffen wird, den sein Volk erleidet, und dass er vom Ansehen des Landes in den Augen fremder Nationen ebenso wie von dessen Verachtung berührt wird."
Die Arbeit Mohammed Abduhs hatte sich in erster Linie auf die Erziehung seiner, der ägyptischen Nation gerichtet. Auf dem Gebiete des Erziehungswesens fand er bald nach seinem Tode einen würdigen Nachfolger in der Persönlichkeit Saad Zaghluls, eines der Freiwilligen, die unter Orabi Pascha gegen die Engländer gekämpft hatten, der durch seine Mannhaftigkeit und selbstbewusste Haltung als Erziehungsminister und Justizminister selbst dem hartgesottenen Cromer Achtung abgezungen hatte.
Gerade in Ägypten stand neben den inneren Fragen der religiösen und nationalen Erneuerung auch die Frage des Kampfes gegen England auf der Tagesordnung. Mohammed Abduh war kein politischer Kämpfer in der Art seines grossen Lehrers Dschamal Ud-Din, dessen Ziel von ihm wie folgt umschrieben wurde: „Das politische Ziel Dschamal Ud-Dins, auf das er seine Gedanken richtete und dem er seine Bestrebungen widmete, solange er