lebte, und für dessen Verwirklichung er viel Schlimmes erlebte, ist erstens die Erhebung des islamischen Reiches aus seiner Schwäche und die Belebung seiner Kräfte, damit es für seine Angelegenheiten selbst sorgen und sich den anderen mächtigen Völkern einreihen könne, zweitens die Vernichtung der englischen Herrschaft in den orientalischen Ländern und die Beseitigung ihres Schattens, der sich auf die islamischen Völker gelegt hatte." Während Mohammed Abduh die eigene Schwäche des Orients bekämpfte, führte zur Zeit des Aufenthaltes von Amin Al-Husseini in Ägypten die von Mustafa Kamil begründete Ägyptische Nationalpartei den politischen Kampf gegen England.
In der letzten Zeit vor dem Weltkriege — im Jahre 1911, in dem Amin Al-Husseini nach Kairo gekommen war, und Kitchener der Vertreter Englands in Ägypten wurde — entfaltete die neugebildete, von Saad Zaghlul Pascha geleitete Gesetzgebende Versammlung eine sehr lebhafte Opposition gegen die englische Herrschaft. „Die erste Session der neuen Gesetzgebenden Versammlung war eine grosse Enttäuschung für einen Mann wie Lord Kitchener, der jedes Vertrauen in den gesunden Menschenverstand des Ägyptischen Volkes hatte.... Zaghlul riss die Versammlung mit sich fort," schreibt der liberale Engländer Polson-Newman.
In diese Entwicklungen schlug im August 1914 der Blitz des grossen Krieges, der neue Erwartungen, Befürchtungen und Fronten erzeugte. Tief erfüllt von den Erfahrungen, die ihm sein Aufenthalt in Ägypten gebracht hatte, kehrte der 19-jährige Amin Al-Husseini in die Heimat zurück. Ausser der Azhar-Universität hatte er die von Mustafa Kamil begründete Universität