Jungen, von Amin Al-Husseini. So geschah es auch, dass eines der Mitglieder in Abwesenheit Amins in die spontanen Worte ausbrach: „Wisst ihr? Er ist der Führer!" Niemand war sich damals bewusst, wie prophetisch diese Worte waren. Am wenigsten hatte Amin Al-Husseini selber geahnt, dass ihn das Schicksal einmal rufen würde, an die Spitze seiner Glaubensgenossen und Landsleute zu treten.
Als er jetzt das Waffenhandwerk erlernte, trug er getreu die Lehren im Herzen, die ihm Ali Rida anvertraut hatte: „Das arabische Volk braucht Offiziere, Soldaten. Nur wir selbst können uns die Freiheit erringen!" Noch dachte Amin nicht daran, diese Waffen gegen das Osmanische Reich zu kehren. Der Krieg war ihm eine Gelegenheit, militärische Kenntnisse, praktische Kampferfahrungen zu erwerben. Auch die Bünde und Klubs, ob legale oder geheime, wollten das Osmanische Reich in seinem Kampfe nicht im Stich lassen, wenn sie auch nicht mit ganzem Herzen bei der Sache waren. Immer wieder hofften sie darauf, dass dieser Krieg, der alle Kräfte des Landes in Anspruch nahm, die Jungtürken zur Vernunft bringen könnte. Manche Anzeichen deuteten darauf hin; der Aufruf zum „Heiligen Krieg" liess annehmen, dass sich die Türken auf die Solidarität zu den anderen islamischen Völkern besonnen hätten, wenn auch erst in der äussersten Not.
Die Meinungen der Araber teilten sich. Manche setzten sich für die Verteidigung des — trotz allem — islamischen Reiches ein. Andere dachten an eine Verständigung mit dessen Gegnern. Alle waren sich darin einig, dass im Falle eines Zusammenbruchs die Araber das eigene Haus zu schützen hätten. Bei Beginn des Krieges hatte Aziz