heranzuführen. Bevor er noch auf dem Rückweg sein kann, ist der Kampf schon entschieden. Der Traum des syrischen Königreiches ist ausgeträumt.
Niemand kann jetzt die Alliierten hindern, den arabischen Raum nach sogenannten Mandaten aufzuteilen. Frankreich erhält Nordsyrien, das von nun ab den Namen Syrien trägt, England nimmt sich den Rest: Irak und Palästina, von dem ein Streifen östlich des Jordan abgetrennt und zum Emirat Transjordanien „erhoben" wird. Mit Rücksicht auf die endgültige Bereinigung der gegenseitigen Ansprüche wünscht England, in Palästina, das nun ein Staatswesen für sich selber werden soll, endlich die Ruhe herzustellen.
Die englischen Behörden versuchen es mit dem Samthandschuh. Amin Al-Husseini, der nach Damaskus und später nach Transjordanien gegangen ist, erhält eines Tages ein Schreiben des britischen Oberkommissars: „Die Regierung Seiner britannischen Majestät hat beschlossen, Sie zu begnadigen; Sie können also wieder in Ihre Heimat zurückkehren." Der Kämpfer antwortet mit einem Ausspruch, der seither ein geflügeltes Wort der Araber geworden ist: „Ich lehne die angebotene Begnadigung ab, denn nur ein Verbrecher kann begnadigt werden. Derjenige aber, der für sein Vaterland kämpft und es verteidigt, ist kein Verbrecher!"
Die Engländer steckten die Abfertigung ruhig ein. Als Jahre später die englische Untersuchungskommission wegen der Vorfälle an der Klagemauer tagte, wollte ein jüdischer Rechtsanwalt die Ausführungen Amin Al-Husseinis entwerten, indem er den englischen Vorsitzenden aufforderte, ihn zu fragen, ob er nicht wegen eines Verbrechens zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt