Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

Page 75

Normalized
transcript

die Palästinenser rechtzeitig gewarnt zu haben. Schon durch den von Ali Rida geleiteten arabischen Klub hatte Amin Al-Husseini eine lebhafte Propaganda gegen den Zionismus entfaltet. Er war auch der erste, der nach Beendigung des Krieges den Kampf gegen die drohende zionistische Gefahr wiederaufgenommen und klar auf die Bedeutung der jüdischen Landkäufe hingewiesen hatte. Die Zionisten versuchten dadurch, dass sie Geld ins Land brachten und auch verhältnismässig hohe Preise zahlten, Sympathien oder doch Duldung zu gewinnen.

Mit Geld, so glaubten sie, werde das ganze arabische Problem zu lösen sein.

In der Annahme, dass die „wilden Araber" doch nicht erfahren würden, was in Europa gespielt werde, sprach Chaim Weizmann, der Führer des zionistischen Judentums, am 27. Februar 1919 auf der Friedenskonferenz die Forderungen der Zionisten unverhohlen aus: „Unter einer jüdischen nationalen Heimstätte verstehen wir die Schaffung solcher Vorbedingungen in Palästina, durch die es ermöglicht wird, alljährlich 50.000 bis 60.000 Juden in dieses Land zu bringen und sie dort anzusiedeln, unsere Institutionen und Schulen zu entwickeln und schliesslich solche Bedingungen zu schaffen, dass Palästina genau so jüdisch wird, wie Amerika amerikanisch und England englisch ist.“

Amin Al-Husseini sorgte dafür, dass diese zionistischen Pläne in Palästina und der übrigen arabischen Welt genügend bekannt wurden. Es war von vornherein klar, dass weder die Engländer, noch die Amerikaner grundsätzlich etwas gegen diese zionistischen Wünsche einzuwenden hatten. Sie konnten nur zurückgeschlagen werden, wenn sich herausstellen sollte, dass die

English
translation

warned the Palestinians in time. Through the Arab Club led by Ali Rida alone, Amin Al-Husseini had already developed vigorous propaganda against Zionism. He was also the first to resume the struggle against the threatening Zionist danger after the end of the war and to point clearly to the significance of Jewish land purchases. The Zionists attempted in this way, by bringing money into the country and also paying relatively high prices, to win sympathy or at least toleration.

They believed that with money the entire Arab problem could be solved.

Assuming that the “savage Arabs” would not find out what was being done in Europe, Chaim Weizmann, the leader of Zionist Jewry, stated the Zionists’ demands openly at the Peace Conference on 27 February 1919: “By a Jewish national home we understand the creation of such preconditions in Palestine as will make it possible to bring 50,000 to 60,000 Jews into this country every year and settle them there, develop our institutions and schools, and finally create such conditions that Palestine will become exactly as Jewish as America is American and England is English.”

Amin Al-Husseini saw to it that these Zionist plans in Palestine and the rest of the Arab world became sufficiently known. It was clear from the outset that neither the English nor the Americans had any fundamental objection to these Zionist wishes. They could only be pushed back if it should turn out that