Moslems 370.000, Juden gegenüber; im nächsten Jahre waren es bereits über 400.000 und im Jahre 1938 über 500.000 Juden. Die Einwanderung hatte ein Tempo angenommen, das durch den natürlichen Bevölkerungszuwachs der Araber nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Zugleich wuchs die Gesamtbevölkerungsziffer in einem Masse, das die Bodenfrage immer dringender machen musste. Die Araber besitzen in Palästina nur ungefähr 6,5 Millionen Dunam anbaufähigen Bodens, die Juden dagegen fast eine Million Dunam. Der erforderliche Mindestbesitz einer arabischen Bauernfamilie wird auf 130 Dunam geschätzt; bei den etwa 61.000 arabischen Bauernfamilien betrug aber der Durchschnittsbesitz nur noch 90 Dunam, was praktisch bedeutet, dass die Bauern wirtschaftlich zugrunde gehen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Juden die weitaus besten Böden für den Anbau von Zitrusfrüchten in Besitz genommen und die arabischen Bauern auf die unfruchtbaren Böden in den Bergen abgedrängt haben.
Da der Bodenanteil der jüdischen Bevölkerung im Augenblick noch nicht dem zahlenmässigen Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung entspricht, der ein Drittel bereits erheblich überstiegen hat, ergibt sich die selbstverständliche Folgerung, dass die Juden um jeden Preis nach weiterer Vergrösserung ihres Landbesitzes streben müssen, obwohl bereits ihre bisherigen Landkäufe zur Verelendung der arabischen Bauern geführt haben. Das war aus einem Lande geworden, von dem der Engländer Bowring noch 1835, also in der Zeit der notorisch-osmanischen Misswirtschaft schreiben konnte: „Der Zustand der arbeitenden Klassen ist im Vergleich mit England behaglich und gut. Sie essen mehrmals in