Amin Al-Husseini:
Grossmufti von Palästina

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der Woche Hammelfleisch zu drei Piastern die Okka, täglich Brot, zuweilen Reis (Pilaw) mit Butter, Oliven- und Sesamöl zubereitet, haben Käse, Eier, Oliven, getrocknete Früchte, Überfluss an Vegetabilien. Sie sind gewöhnlich gut gekleidet. Ihre Wohnungen sind gut."

Die Schwierigkeiten wurden noch durch den Umstand vergrössert, dass die zionistischen Einwanderer in Palästina die Lebensgewohnheiten aufrecht erhalten wollten, die sie als Stadtbewohner in den industrialisiertesten Ländern Europas genossen hatten. Als Kleinbauern in Palästina konnten sie unmöglich die Mittel gewinnen, um ein solches Leben zu führen. Die zionistische Wirtschaft wurde daher auf die Ausbeutung der Arbeitskraft der enteigneten und proletarisierten arabischen Bauern eingestellt. Heute beruht die Lebensfähigkeit der zionistischen Landwirtschaft in ausgedehntestem Masse auf der Verwendung der billigen arabischen Arbeitskraft, die erst durch die Enteignung der arabischen Bauern auf den Arbeitsmarkt geworfen wurde. Eine Blüte der jüdischen Heimstätte ist auf unabsehbare Zeit immer nur auf Grund einer immer massenhafteren Umwandlung der arabischen Bauern in besitzlose Landarbeiter vorstellbar, die auf den jüdischen Plantagen arbeiten.

Der Grossmufti hatte die Unvereinbarkeit der arabischen und jüdischen Interessen von vornherein erkannt. Mit eiserner Energie setzte er sich daher jedem Versuch entgegen, irgendeines der von England wiederholt angebotenen Kompromisse anzunehmen. Derartige Kompromisse konnten nur dazu dienen, die Stellung der Zionisten in einem bestimmten Rahmen zu befestigen. War dies aber einmal geschehen, dann mussten die Zionisten, ob sie wollten oder nicht, von dieser Position

English
translation

a week at three piastres per okka, daily bread, sometimes rice (pilaf) prepared with butter, olive oil, and sesame oil; they have cheese, eggs, olives, dried fruit, and an abundance of vegetables. They are usually well dressed. Their homes are good.”

The difficulties were increased further by the fact that the Zionist immigrants in Palestine wanted to maintain the living habits they had enjoyed as city dwellers in the most industrialized countries of Europe. As small farmers in Palestine, they could not possibly obtain the means to lead such a life. The Zionist economy was therefore organized around the exploitation of the labor of the dispossessed and proletarianized Arab farmers. Today, the viability of Zionist agriculture depends to the greatest extent on the use of cheap Arab labor, which was thrown onto the labor market only through the dispossession of the Arab farmers. A flourishing Jewish homeland is, for the foreseeable future, conceivable only on the basis of an ever more massive transformation of Arab farmers into landless agricultural laborers working on Jewish plantations.

The Grand Mufti had recognized the incompatibility of Arab and Jewish interests from the outset. With iron energy, he therefore opposed every attempt to accept any of the compromises repeatedly offered by England. Such compromises could only serve to consolidate the Zionists’ position within a certain framework. But once this had happened, the Zionists, whether they wanted to or not, from this position