nach vermehrter Einwanderung, vermehrtem Landkauf, vermehrter Enteignung arabischer Bauern streben.
In klarer Erkenntnis dieser unvermeidlichen Entwicklung organisierte der Grossmufti den Widerstand. Im Jahre 1919 hatte der erste Kongress der Araber Palästinas stattgefunden, der zweite folgte im Februar 1920 in Damaskus, in enger Verbindung mit dem arabischen Nationalkongress, im Jahre 1921 fand in Haifa der dritte, in Jerusalem Ende desselben Jahres der vierte statt. Dieser führte zur Entsendung einer ergebnislosen Delegation nach London, die von Mussa Kazim Pascha Al-Husseini als Chef und Schibli Dschemal Al-Husseini als Sekretär geführt wurde.
Anfang Mai 1921 kam es zu neuen Zusammenstössen zwischen Arabern und Juden, aber ihr Umfang blieb beschränkt. Im August 1923 trat der fünfte Kongress in Nablus zusammen. Er beschloss den Boykott der Wahlen zum Gesetzgebenden Rate, die Propaganda gegen den Bodenverkauf und den Protest gegen die sogenannte Ruthenbergkonzession, durch die das Monopol aller wichtigen Wasserkräfte Palästinas für 75 Jahre auf eine zionistische Gesellschaft übertragen werden sollte.
Im Jahre 1924 fand der sechste Kongress statt. Dann trat eine Pause ein, die von einem Rückgang der zionistischen Einwanderung begleitet war.
Eine Zeitlang schien es, als breche das ganze Unternehmen überhaupt zusammen, aber der Grossmufti liess sich nicht täuschen. Am 20. Juni 1928 trat in Jerusalem, dank der unermüdlichen Anstrengungen des Grossmufti, der siebente Kongress zusammen. Er konzentrierte seine Anstrengungen auf den Kampf um die Einführung einer verantwortlichen Regierung. Seine Hauptresolution lautete: