aufgelöst. Seine Mitglieder wurden verhaftet, sofern man sie erwischte. Auch der Grossmufti sollte verhaftet werden, aber er flüchtete in das Heiligtum der Aksa-Moschee, das die Engländer nicht zu verletzen wagten.
Während der Grossmufti von seinem Asyl in der Aksa-Moschee den Kampf leitete, gingen die Engländer mit einem riesigen Truppenaufgebot und mit drakonischen Mitteln gegen das aufständische Land vor. Die Todesurteile nahmen mehr und mehr zu, ganze Dörfer und Stadtviertel wurden in die Luft gesprengt. Sechstausend Menschen fanden bei den Kämpfen oder den nachfolgenden Repressalien den Tod. Vierzigtausend Araber wurden inhaftiert, dreissigtausend arabische Familien wurden obdachlos. Alle diese Massnahmen konnten den Kampfwillen der Araber nicht brechen. Die revolutionären Organisationen, von dem in der Aksa-Moschee verborgenen Grossmufti geleitet, hielten eiserne Disziplin und waren die wirklichen Herren des Landes. Mitten unter den englischen Besatzungstruppen galt ihr Gesetz, das Gesetz des nationalen Widerstandes:
In einer baumbestandenen Strasse der Altstadt von Jerusalem findet sie die Polizei: zwei Araber, mit dem Gesicht auf dem Boden liegend, offenbar durch Schüsse in den Rücken niedergestreckt, die Einschusstelle aber sorgfältig mit jener bekannten Kopfbedeckung verdeckt, die man in Europa „Fez", im Orient jedoch „Tarbusch" nennt. Einer der beiden Toten ist ein namhafter Rechtsanwalt, der andere ein wohlhabender Hausbesitzer. Die Kugeln, an denen sie verblutet sind, stammen weder aus jüdischen, noch aus britischen Schusswaffen....
Die beiden sind Araber, die von Arabern erschossen